7. Aber wird beim Tropenholzeinschlag nicht doch meist Raubbau betrieben?


Verantwortungsvolle Holzgewinnung in den Tropen erfolgt naturverdächtig nach dem sogenannten Prinzip der Nachhaltigkeit. Das bedeutet, Wald und Umwelt bleiben erhalten, es wird nur soviel Holz geerntet wie nachwächst. Dies geschieht insbesondere beim "selektiven Einschlag". Dabei werden nur ein bis zwei Stämme je Hektar entnommen, der Wald wächst auf natürliche Weise rasch wieder zu. Eine Wiederaufforstung ist hier gar nicht notwendig. Demgegenüber betrachtet auch die Forst- und Holzwirtschaft Kahlschlag und Feuer als ihre größten Feinde.
 
8. Ist es nicht so, dass die Erschließung des Tropenwaldes der Brandrodung erst den Weg bereitet?
Die für den Abtransport des Holzes angelegten Schneisen, die schnell wieder zuwachsen, sind nicht die Ursachen der Brandrodung, sondern der ungeheure Bevölkerungsdruck, der die Wanderbauern notgedrungen immer neue Waldflächen brandroden lässt. Die bessere Alternative wäre stattdessen ein wirtschaftlich genutzter Wald, der dauerhaft Arbeitsplätze schafft.
 
9. Ist es richtig, dass in Südamerika die ärgste Vernichtung des Regenwaldes erfolgt?

Leider ja. Wenn Waldvernichtung angeprangert wird, dann spricht man meist von Südamerika. Wichtig zu wissen ist, dass von dort kaum Tropenholz exportiert wird. Allein schon aus diesem Grund hätte ein deutscher Boykott von Tropenholz auf die Regenwaldzerstörung in Südamerika gar kein Einfluss.
 

 


Den Tropenwald erhalten

FAQ Tropenholz

Fragen und Antworten
zu Tropenhölzern

 

Den Tropenwald erhalten

" Der Tropenwals ist nur zu retten, wenn der Wald sinnvoll bewirtschaftet wird.

Wenn niemand mehr Tropenholz kauft, verlieren die Tropenwälder in den Augen der Bevölkerung ihren Wert.

Die eigene Forst- und Holzwirtschaft zur Nutzung des Waldes kann dann nicht ausgebaut werden.

Für Millionen von Menschen in diesen Gebieten versiegt eine lebensnotwendige Einnahmequelle."

 

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FAQ - Tropenholz

10. Es gibt dich aber Leute, die trotz allem zum Boykott von Tropenholz aufrufen?

Wer sich richtig informiert hat, wird so etwas vernünftigerweise nicht tun.
Angesichts der Milliarden Kubikmeter Holz, die der Brandrodung zum Oper fallen oder als Brennholz dienen, ist der Export (50 Mio. m³) so gering, dass ein Verzicht auf Tropenholz praktisch wirkungslos für die Erhaltung der Regenwälder bleibt.
Im Gegenteil: Bei einem Boykott geht das Interesse an der Walderhaltung verloren; Um die Einkommensverluste auszugleichen, müssen zusätzliche Flächen gerodet werden.
 
11. Stimmt es tatsächlich, dass es dem Regenwald und den Menschen in der dritten Welt sogar hilft, wenn man Tropenholz verwendet?

Ja, denn wenn der Regenwald Erträge abwirft, wird er nicht abgebrannt, um landwirtschaftliche Flächen zu gewinnen, sondern wird geschont und bietet Arbeit und Brot für Menschen und Region.

 
12. Ist es überhaupt möglich, den Tropenwald umweltverträglich zu bewirtschaften?

Ja. 100 Jahre Erfahrung in Wissenschaft und Praxis zeigen, wie Tropenwald bewirtschaftet werden kann ohne ihn zu zerstören.
Die tropischen Länder haben beim Aufbau eigener Forstwirtschaft bereits große Fortschritte gemacht. Dennoch gibt es erheblichen Nachholbedarf.
Deshalb sind große internationale Anstrengungen erforderlich.
Ein wichtiger Schritt dazu sind bereits die sogenannten Tropenwald-Aktionspläne, wie sie von den Vereinten Nationen gefördert und von der Bundesregierung unterstützt werden.
 
 
Quelle: Deutsche Holzimportwirtschaft